Pleite in Hamburg am 20.11.2015

Bereits zum zweiten Mal machten wir uns auf ins schöne Hamburg, um unseren Ballspielverein zu unterstützen. Wir starteten unsere Tour bereits am Donnerstag, um den Abend vor dem Spiel auf der Reeperbahn auszukosten. Nach einer äußerst kurzweiligen Bahnfahrt mit dem ICE erreichten wir gegen 14:00 Uhr den Hamburger Hbf.

Eine kurze Sightseeing-Tour am Hafen endete in der Pilsbörse. Danach ließen wir uns noch das ein oder andere Bier schmecken.IMG-20151119-WA0006

Rund um den Spieltag war natürlich der feige Terroranschlag in Paris Thema, ohne dabei nicht annähernd am gewohnten Stadionerlebnis zu zweifeln. Nach einem kurzen Frühstück und dem Besuch der Speicherstadt, sowie des altehrwürdigen Millerntor-Stadion des FC St. Pauli suchten wir wieder die Pilsbörse auf um uns aufs Spiel einzustimmen.IMG-20151120-WA0003

Wir machten uns anders als sonst, früher auf zum Stadion, um die wohl genaueren Sicherheitskontrollen zu umgehen. Allerdings waren diese nicht aufwändiger als sonst. Im Volksparkstadion positionierten wir uns mittig im Gästeblock. Die Ultras schienen wieder einmal andere Probleme gehabt zu haben und kamen erst Mitte der ersten Hälfte in den Block. Das Spiel startete selten dämlich und der HasenVau führte schnell nach derben Abspielfehlern mit 2:0. Man hatte nicht gerade das Gefühl, dass sich die Mannschaft zereist, um das Ding noch zu drehen.

Auch der Block resignierte, da unsere Ultras das Stadion nach einem kurzen Support wieder verließ. Alles für Borussia Dortmund? In diesem Fall eher nicht. Schwer nachvollziehbar, da die Mannschaft einen lautstarken Support benötigt hätte. Und so war bis zum Schlusspfiff Ruhe in der Kiste. Damit war niemand geholfen und BVB verlor die Partie, wie so oft in Hamburg, verdient mit 1:3. Zurück auf dem Boden der Tatsachen, aber trotzdem noch Spitzenzweiter!

Gegen Stuttgart sollte eine deutliche Leistungssteigerung möglich sein. Den Abend ließen wir in einem Irish Pub auf der Reeperbahn ausklingen.

Am Samstag fuhren wir mit dem ICE wieder in den Süden.

Wenn man vom Ergebnis absieht, war der Trip in die Hansestadt aber dennoch wieder ein voller Erfolg!

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SG Wattenscheid 09 – Borussia Dortmund II 10.11.2015

Dieses mal ging die Reise in das Altehrwürdige Lohrheide-Stadion in Bochum-Wattenscheid.

Der Anlass der Reise war ein guter Freund aus Oppenau der schon seit gefühlten 100 Jahren SG Wattenscheid Anhänger ist.

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Nach einer gemütlichen Anreise und dem bekannten Verkehrs-Chaos rund um das Kreuz Köln kamen wir gegen 16:30 im Hotel unmittelbar neben der Lohrheide an.

Schnell checkten wir ein um dann noch ein bis zwei Erfrischungsgetränke in einer urigen Ruhrpottkneipe in Wattenscheider Innenstadt zu geniessen.

Danach gingen wir auch schon los Richtung Stadion. Schon alleine der Anblick von draußen ließ viel Fußball-Romantik verspüren. Hier scheinen die Uhren noch etwas anders zu ticken. Die Zeit schien stehen geblieben zu sein, als die SG noch 1. Bundesliga kickte.

Nach einer kurzen Stärkung am Stadion Grill und einem „Hallo“ zu Michael Schulz, ging es auch schon los vor knapp 2000 Zuschauer (was für die Regionalliga West nicht schlecht ist)

Unsere „Zweite“ Mannschaft blieb über die gesamte erste Halbzeit weitgehend am Drücker. Die beste Chance zur Führung vergab Ducksch. der einen Freistoß von der Strafraumgrenze zwar schön über die Mauer zog.

Unverändert kamen beide Mannschaften auch wieder aus der Kabine und konnten sich direkt eine erneute, kleinere Pause gönnen. Ein Schuss von Ducksch strich knapp am Wattenscheider Gehäuse vorbei, was Schiedsrichter Ernst nutzte, das Spiel kurzzeitig zu unterbrechen, damit alle das Sylvesterfeuerwerk im Dortmunder Block genießen konnten. Mit einigen Bengalos und einer Batterie an Raketen verwandelten die UvdA die Flutlichatmosphäre in ein romantisch südländisches Flair.

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Das 0:1 verwandelte dann Hanke in der 55 Minute und der 0:2 Endstand Mitsuru Maruoka in der 85 Minute.

Den Abschluss machten wir dann wiederum in der Wattenscheider Innenstadt. Die „Wunder-Bar“ zeigte sich nach anfänglich verschlossenen Türen dann doch als gemütlicher Ort an dem wir noch einige Stunden zusammen mit anderen Wattenscheidern den Fußball Abend Revue passieren ließen.

Am Mittwoch ging es dann nach einem kleinen Spaziergang in die nächste Bäckerei wieder in die 440 km entfernte Heimat.

Fazit: Auch unsere U23 kann man Hin und wieder einmal anschauen 🙂

 

 

Derbysieger am 08.11.2015

Im letzten Spiel vor der nächsten ätzenden Länderspielpause stand noch das Spiel des Jahres für uns an. DAS DERBY gegen die Schlümpfe! Wir fuhren an diesem Sonntagmorgen um 8:00 Uhr zum Treffpunkt in Offenburg, wo wir unsere Reise starteten. Dort wartete schon die Besatzung des Fanclub Ortenaus auf uns. Wir fuhren mit zwei gemieteten Kleinbussen und insgesamt 18 Borussen in Schwarz und Gelb. Nachdem wir den Rest in Appenweier und Bühl eingesammelt hatten, ging unsere Reise nach Dortmund endgültig los. Die komplette Fahrt wurde von Fangesängen begleitet und man merkte schon früh, dass die Anspannung und Vorfreude vor dem Spiel eine andere war als Sonst. Für einige von uns war es sogar das erste Derby. Dementsprechend wenig hatten die Jungs in der Nacht zuvor geschlafen, was aber völlig egal war, denn jeder war absolut heiß auf dieses Spiel. Bei unserem ersten Halt an einer Raststätte erwartete uns ein Meer aus schwarzgelben Menschen und Autos. Alles und jeder schien an diesem Tag in unseren Farben zu sein, außer zwei verirrte Blaue, die aber im Angesicht Ihrer Unterzahl schnell wieder das Weite suchten. Eine Stunde später erreichten wir dann endlich Dortmund wo unser Fussballtempel WESTFALENSTADION schon auf uns wartete.

Von unserem Parkplatz an der Soccerworld liefen wir die kurze Strecke bis ans Stadion, wo wir uns im Freibad erst mal ein Bier und eine Weiße gönnten. Der obligatorische Besuch der Fanwelt von einigen Mitgliedern viel wohl etwas teurer aus als zunächst geplant. Vor dem Stadion waren die Fanlager vermischt und es ging alles sehr friedlich zu. Man merkte schnell, dass alle einfach nur das Derby sehen wollten und außer ein paar Scharmützel (die absolut sein müssen), keiner Lust auf Krawall hatten. Eine Stunde vorm Spiel trennten sich am Eingang dann unsere Wege. Wir liefen zu unseren Plätzen auf der Süd-Ost-Tribüne, mit perfektem Blick aufs Spielfeld und auf die Gelbe Wand. Die Stimmung im Stadion war einfach einzigartig und es war schnell klar, dass hier kein gewöhnliches Bundesligaspiel anstand. Alle waren angespannter als sonst und vor allem die Südtribüne war um einiges lauter als bei anderen Spielen, was spätestens bei You´ll never walk alone klar wurde. Nach der Mannschaftsaufstellung durch Nobby Dickel konnte es endlich los gehen.

Der BVB beherrschte das Spiel klar, konnte zunächst aber wenig Profit aus der Überlegenheit schlagen. In der 30. Minute netzte Derbyheld Kagawa endlich zum 1:0 nach überzeugender Vorarbeit von Matze Ginter ein. Das Stadion schien förmlich zu explodieren und es machte sich auch eine gewisse Erleichterung breit das der verdiente Führungstreffer endlich fiel. Doch die Freude währte nur kurz, da die Blauen schon in der 33. Minute den Ausgleich durch Hundehaar machten. Kurz vor der Pause bekamen wir dann einen Eckball der von Micki stark hereingeschlagen wurde und mit Ginter seinen Abnehmer fand, der per Kopf zur erneuten Führung traf (43.). Mit diesem guten Gefühl und der Führung ging es dann in die Pause.

Direkt nach der Pause legte unsere Tormaschine Aubameyang nach einem starken Pass von Castro zum 3:1 nach. Der angesprochene besondere Jubel von Pierre-Emerick mit einem Do you remember ?- Schriftzug (angesprochen aufs letzte Derby) war einfach nur überragend. Batman war auch ohne Robin zur Stelle. Anschließend hatte der BVB das Spiel komplett im Griff und hatte zahlreiche Möglichkeiten die Führung auszubauen. Dann kam aber wie aus dem Nichts in der 71. Minute wieder durch Hundehaar der Anschlusstreffer. Damit war die Spannung wieder im Spiel, da es keine der beiden Mannschaften mehr schaffte bis zur 90. Minute den Ball im Tor unterzubringen. Nach 94 Minuten erklang endlich der Abpfiff des Unparteiischen. Alle feierten, sprangen, lagen sich in den Armen und waren voller Emotionen und Freude über das gewonnene Derby. Aus dem gesamten Stadion hallte nur noch ein Wort in einem Ohrenbetäubendem Lärm, DERBYSIEGER! Die Mannschaft ließ es sich auch nicht nehmen, sich ausgiebig vor der Tribüne feiern zu lassen. Wir verweilten noch ca. eine Stunde im Tempel, bevor wir unsere Heimreise antraten.

Ein Bericht von Markus Flüge

31.10.2015 – Werder Bremen – BVB

Samstagmorgen 03:00 Uhr, der Wecker klingelt und eine weitere Reise in dieser Woche stand an: Weserstadion!

Zum 2. Mal begaben wir uns auf die weite Reise in den Norden der Republik. Der Zug war das Transportmittel unserer Wahl und so starteten wir gegen 4:50 Uhr. Mit Zwischenstopps in Karlsruhe, dem Palast der sieben Winde und Hangover, erreichten wir gegen halb zwölf die Hansestadt. Im Anschluss suchten wir kurz unser Nachtquartier auf, um dann direkt ans Weserwehr zu gehen. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir noch das ein oder andere Haake Pils bevor wir das Stadion aufsuchten. Der Treffpunkt an der S-Bahn Haltestelle zum Stadion ist etwas, was man sich in einigen Städten wünscht: Ein friedliches Zusammenkommen der beiden Fanlager.

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Im Stadion konnten wir dann den umgebauten Gästeblock begutachten. Hier muss man einfach ein Lob an Werder Bremen aussprechen – Problem erkannt und sehr gut gelöst! Die Position direkt unter dem Dach ließ erahnen welche Stimmung hier aufkommen kann. Einziger Wehrmutstropen waren einige Trägersäulen, welche die Sicht teilweise versperrten. Die Stimmung bestätigte den subjektiven Eindruck – in der ersten Halbzeit war der Gästeblock bis auf einen kurzen Dämpfer kontinuierlich in Feierlaune.  Der Spielverlauf trug seinen Teil zur ausgelassenen Stimmung bei und nach dem 3:1 für den BVB konnte man dann auch langsam beginnen sich mit dem anstehenden Derby zu beschäftigen.

Nach dem Spiel besuchten wir noch den Freimarkt in Bremen – wohl das größten Volksfest im Norden der Republik – direkt hinter dem Hauptbahnhof. Uns konnte er leider nicht begeistern, es reichte nur für einen kurzen Essensstopp. Die Gemütlichkeit, die wir von den Volksfesten in unserer Umgebung gewohnt sind, konnte der Markt leider nicht bieten!

Bremen_3So kämpften wir uns wieder zurück durch den überfüllten Hauptbahnhof und waren schon auf dem Weg Richtung Domsheide, als wir den Irish Pub „Paddy’s“ erblickten. Dort ließen wir den Abend dann bei Live-Musik gemütlich ausklingen.

 

8 Tage und 2700 km später kann man nur sagen: Danke Ballspielverein für eine geile Woche!